Niederungs- und Feuchtgebietsprojekte: von der Idee bis zur baulichen Umsetzung
Aktualisiert
Die Herausnahme kohlenstoffreicher Niederungsböden aus der Bewirtschaftung ist eine der größten Aufgaben der Grünen Dreiparteienvereinbarung (Grøn Trepart). Das Ziel sind 140.000 Hektar einschließlich Randflächen. Hier erfahren Sie, wie der Weg von der Idee bis zur baulichen Umsetzung verläuft und an welchen Stellen die Dokumentation ins Spiel kommt.

Warum Niederungsböden?
Laut Landbrugsstyrelsen (dänische Landwirtschaftsbehörde) sollen Niederungsprojekte die Treibhausgasemissionen aus kohlenstoffreichen Niederungsböden reduzieren. Die Projekte können auch die Stickstoffeinträge in Fjorde und Küstengewässer verringern. Eine Wiedervernässung kann zudem die Pufferkapazität der Fläche bei großen Wassermengen erhöhen und sich positiv auf die Biodiversität auswirken.
Das Förderprogramm VLP
Vådområder og lavbundsprojekter (VLP, Feuchtgebiets- und Niederungsprojekte) ist das gemeinsame Förderprogramm, das Vand- og klimaprojekter (VKP, Wasser- und Klimaprojekte) und Klima-lavbundsprojekter (KLA, Klima-Niederungsprojekte) fortführt. Es umfasst sechs Maßnahmenbereiche: Feuchtgebiete zur Stickstoffreduzierung, Niederungsböden, Feuchtgebiete zur Phosphorreduzierung und die Renaturierung von Flusstälern im Rahmen von VKP sowie Feuchtgebiete zur Stickstoffreduzierung und Niederungsböden im Rahmen von KLA.
Der Ablauf im Überblick
- Idee und Screening, typischerweise in MARS (dänisches Planungssystem).
- Voruntersuchung, die in einen Bericht zu den Grundstücksverhältnissen und einen technischen Voruntersuchungsbericht mündet.
- Umsetzung über Förderweg 1 (EU-finanziert, VKP) oder Förderweg 2 (national finanziert, KLA).
- Entschädigung der Grundeigentümer und Eintragung einer Dienstbarkeit zur dauerhaften Sicherung des Projekts ins Grundbuch.
- Bauliche Umsetzung, Auszahlung und anschließende Dokumentationspflichten.
Wer kann einen Antrag stellen?
Kommunen können für alle sechs Maßnahmenbereiche Anträge stellen. Naturstyrelsen (dänische Naturbehörde) kann Anträge für drei VKP-Maßnahmenbereiche stellen. Private Grundeigentümer, Nationalparkstiftungen und Stiftungen mit gemeinnützigen Natur-, Umwelt- oder Klimaschutzzwecken können Anträge für KLA-Niederungsprojekte und KLA-Feuchtgebiete zur Stickstoffreduzierung stellen.
Dokumentation vor und nach dem Projekt
Die Voruntersuchung muss unter anderem Wirkungen und mögliche Folgen aufzeigen. Auch nach dem Projekt bestehen Dokumentationspflichten. Beides wird einfacher, wenn der Zustand der Fläche frühzeitig und auf wiederholbare Weise erfasst wird. Eine Drohnenbefliegung mit festen, bei Wiederholungen erneut erfassten Punkten liefert in Verbindung mit einem Orthofoto, einem Höhenmodell, der § 3-Registrierung (Erfassung geschützter Naturflächen nach dänischem Naturschutzrecht) und Bodendaten eine Ausgangsbasis für spätere Vergleiche.
Häufig gestellte Fragen
Wer kann Fördermittel für Niederungsprojekte beantragen?
Kommunen, Naturstyrelsen, private Grundeigentümer und bestimmte Stiftungen, je nach Maßnahmenbereich. Weitere Informationen finden Sie im Förderleitfaden von Landbrugsstyrelsen.
Was ist der Unterschied zwischen Förderweg 1 und Förderweg 2?
Förderweg 1 umfasst EU-finanzierte VKP-Umsetzungsprojekte mit Antragsrunden. Förderweg 2 umfasst national finanzierte KLA-Projekte mit fortlaufender Bewilligung in der Reihenfolge des Antragseingangs.
Quellen
Begriffe im Artikel
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